Oktober 18, 2022
Urban Future 22

Von:

Jana

Dieses Jahr haben wir viel Inspiration von der Urban Future Conference in Helsingborg mitgenommen und konnten uns auf einer internationalen Bühne vernetzten und über unsere Projekte austauschen. Die Urban Future Conference ist eine der größten Konferenzen, wo sich die Nachhaltigkeits- und Innovationsszene Europas trifft. Vom 01. bis 03. Juni 2022 versammelte sich die globale Gemeinschaft von mehr als 2.000 Stadtgestalter*innen und Vordenker*innen in Schweden, um Erfahrungen und Ideen rund um urbane Entwicklungen der Zukunft zu besprechen. Die Organisator*innen Gerald Babel-Sutter und Cornelia Forsthuber haben es geschafft, Fachleute aus unterschiedlichsten Bereichen zusammenzubringen und eine positive Gesprächskultur zu schaffen, in der vor allem Erkenntnisse aus Misserfolgen und Fehlern hervorgehoben wurden. Helsingborg, die „Smart City“ an der schwedischen Küste, ist eine der innovativsten und sich am schnellsten verändernden Städte in Europa und versteht sich als Epizentrum der grünen urbanen Transformation.

Erfolgsfaktoren für die Mobilität in den Stadtteilen - Wie Stadtteilentwicklung und Mobilität Hand in Hand gehen müssen.

“It is the cities fault that we take the car and the escalator up to the gym” -Ewa Westermark

Ewa Westermark, Partner & Director bei Gehl Architects und Panelistin bei der Podiumsdiskussion zum Thema Urbane Mobilität, legt die Verantwortung für Mobilität in die Hände der Stadt. Sie hebt hervor, dass Mobilität einfach, sichtbar und wirksam sein sollte. Mobilität beeinflusst uns täglich und Mobilitatsprojekte müssen laut Westermark auf Augenhöhe, sowie auf Nachbarschaftsebene gedacht werden. Gehl Architects arbeitet dazu auch an einem Pilotprojekt mit einem deutschen Automobilhersteller in Stuttgart.

 

Lisa Olsson und Max Larcombe über Innovation in Helsingborg

Max Larcombe und Lisa Olsen haben in ihrem Panel darüber berichtet, wie sie Innovationen in Helsingborg vorantreiben konnten, mit dem Ziel, Helsingborg nachhaltiger zu machen und die Lebensqualität zu verbessern. Dabei haben sie mit H22 eine langfristige, ko-kreative Projektplattform errichtet und über 12.000 Personen aus Verwaltung, Politik und Industrie ins Boot geholt.

Für Olsson und Larcombe bedeutet Innovation die Fähigkeit zur Umsetzung. Zum Erfolgsrezept der beiden gehört neben Transparenz, Mut und Demut auch, die Bedürfnisse der Bürgerinnen im Fokus zu behalten, andere Akteure und Organisationen zu integrieren und vor allem: mit Fehlern zu rechnen und sie einzupreisen. So wurde zum Beispiel ein Preis für den Fehler des Jahres verliehen und mit 50.000 Schwedischen Kronen dotiert. Das Ziel des Preises ist eine positive Fehlerkultur zu etablieren, die dazu führt, dass aus Fehlern gelernt wird. Interessantes Detail – der Fehler des Jahres war der Plan, E-PKWs anzuschaffen, was als nicht notwendig eingestuft wurden. Aus dem Workshop haben wir mitgenommen, dass die Projektgruppe H22 es geschafft hat, eine akteursübergreifende Innovationsentwicklung in der städtischen Verwaltung zu etablieren. Im ersten Jahr durch eine feste Einteilung: Es wurde klar definiert, wer sich mit welchem Thema auseinandersetzt. Dabei wurde festgestellt, dass fachfremde Akteure auch mal neue Sichtweisen auf Themen mitbringen können. Schon im zweiten Jahr vervielfältigte sich die Bereitschaft, sich aktiv einzubringen.

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